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29.09.2010

Behandlung nur noch mit Kreditkarte? DGB warnt vor Rösler-Plänen

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach warnte am Mittwoch in Berlin vor den aktuellen Plänen von Gesundheitsminister Rösler, die GKV-Versicherten künftig bei Behandlungen zur Vorkasse zu bitten.

 

"Die Absicht von Minister Rösler, das Sachleistungsprinzip in der GKV einzuschränken und die Patienten zur Vorkasse zu bitten, ist pure Klientel- und Umverteilungspolitik zugunsten der privaten Krankenversicherungskonzerne und Ärzte. Die Folge wäre, dass die Versicherten noch mehr draufzahlen müssten und im Zweifel abgezockt werden. Außerdem könnten es sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, insbesondere Geringverdiener, oder Rentnerinnen und Rentner gar nicht leisten, für medizinische Leistungen in Vorleistung zu treten.

 

Wir fordern die Koalition auf, nicht am Sachleistungsprinzip zu rütteln. Die GKV-Mitglieder müssen sich auch in Zukunft darauf verlassen können, bestmöglich behandelt zu werden, ohne dass sie vorher die Kreditkarte zücken müssen und im Zweifel auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben.

 

Das 'Prinzip Vorkasse' hat in der solidarischen Krankenversicherung aus gutem Grund auch nichts zu suchen. Patienten sind keine Kunden, die Arztpraxis keine Autowerkstatt. Patienten sind Menschen in Not, die sich auf eine gute ärztliche Behandlung unabhängig vom Geldbeutel verlassen müssen können."


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